Lebenslauf


Mein Lebenslauf ist kein gerader Weg. Ausbildung, Technik und Industrie gehören genauso dazu wie praktische Arbeit, Reisen, Krisen, Meditation und Neuorientierung. Manche Stationen haben mir Fachwissen vermittelt, andere meine Sicht auf Arbeit, Menschen und das Leben verändert. Rückblickend zieht sich dabei ein roter Faden durch sehr unterschiedliche Tätigkeiten: verstehen, strukturieren, kommunizieren und unterschiedliche Perspektiven miteinander verbinden.


1987–1998 – Schule
Grundschule und weiterführende Schulen in Karlsruhe-Durlach und Höchenschwand. 1998 Mittlere Reife an der Friedrich-Realschule Karlsruhe-Durlach.

1998–2000 – Kaufmännische Berufskollegs
Berufskolleg I an der Walter-Eucken-Schule Karlsruhe und anschließend Berufskolleg II in Bruchsal. Abschluss mit der Fachhochschulreife im Jahr 2000.

2000–2001 – Bundeswehr
Wehrdienst bei der Fernmeldekompanie des Kommando Spezialkräfte in Calw. Einsatz als Truppsoldat und Funkgerätebediener im Bereich Funk- und Satellitenkommunikation.

2001–2004 – Deutsche Telekom
Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei der Deutschen Telekom in Karlsruhe. Schwerpunkte unter anderem Netzwerktechnik, Telekommunikation, Installation, Service und technische Projektarbeit. Parallel Weiterbildung im Rahmen der Cisco Networking Academy.

2003 – Spanien
Reisebegleitung einer Jugendgruppe nach Spanien. Eine frühe Erfahrung mit Verantwortung, Gruppen und Reisen außerhalb des gewohnten Umfelds.

2004–2005 – Deutsche Telekom / Vivento
Nach Abschluss der Ausbildung verschiedene Tätigkeiten innerhalb der Deutschen Telekom, unter anderem im Operatordienst der internationalen Telefonauskunft mit Recherche, Kundenkontakt und Kommunikation mit ausländischen Auskunftsstellen.

2005–2006 – T-Punkt / T-Mobile, Karlsruhe
Beratung und Verkauf im Telekommunikationsbereich. Direkter Kundenkontakt, Auftragsbearbeitung und Vertrieb für Privat- und Geschäftskunden.

2007–2010 – Studium
Studium der Kommunikations- und Informationstechnik / Nachrichtentechnik an der Hochschule Karlsruhe. Während des Studiums Tätigkeit als Tutor für Grundlagen der Elektrotechnik sowie Mitarbeit im Labor.

2008 – Daimler, Ettlingen
Ferienarbeit in der Produktion.

2009 – MG Industrieelektronik, Ettlingen
Praxissemester mit einem breiten Aufgabenfeld zwischen Elektronikproduktion, Entwicklung, Test und Organisation. Mitarbeit an Sensorik, Fehlersuche und Reparatur, Bauteilrecherche, Lieferantenkontakt, technischen Versuchen, Dokumentation und Kundensupport.

2010 – Bachelorabschluss
Bachelor of Science in Kommunikations- und Informationstechnik. Bachelorarbeit am Institut für Biomedizinische Technik des KIT über die Merkmalsextraktion aus Herz- und Atmungssignalen zur Diagnoseunterstützung.

2010 – Wirtschaft und Betriebsführung
Zusatzqualifikation mit den Schwerpunkten Betriebswirtschaft, Projektmanagement, Change Management und Mitarbeiterführung.

2010–2021 – Softwareentwicklung und Softwaretest
Langjährige Tätigkeit zunächst bei Diehl AKO, später bei SEW-PowerSystems in Wangen im Allgäu. Entwicklung und Test eingebetteter Softwaresysteme in einem industriellen Umfeld. Über viele Jahre waren analytisches Arbeiten, technische Fehlersuche, Systemverständnis und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen der berufliche Schwerpunkt.

2021 – Einschnitt und Jakobsweg
Eine persönliche Krise verändert meinen bisherigen Weg grundlegend. Nach vielen Jahren in weitgehend konstanten beruflichen Strukturen beginne ich, mein Leben, meine Arbeit und meine Vorstellungen von Sicherheit neu zu hinterfragen. In dieser Zeit gehe ich für mehrere Wochen den Jakobsweg in Spanien. Bewegung, Alleinsein und Begegnungen werden zu einem wichtigen Teil dieser Neuorientierung.

2021–2022 – Rückzug und Neuorientierung
Eine längere gesundheitliche Auszeit und ein Klinikaufenthalt unterbrechen den bisherigen Berufsalltag. Das Jahr 2022 steht weitgehend im Zeichen von Stabilisierung, Auseinandersetzung mit mir selbst und der Frage, wie Arbeit und Leben künftig aussehen sollen.

Ende 2022 / 2023 – Wiedereingliederung und neue Rolle
Rückkehr ins Unternehmen, jedoch nicht mehr in die bisherige Softwareentwicklung. Im Rahmen der Wiedereingliederung Wechsel in einen stärker administrativen und organisatorischen Bereich.

2023–2024 – Administration, Dokumentation und Kommunikation
Aufgaben unter anderem in Dokumentation und Visualisierung mit Visio, Einkauf, SAP, Warenwirtschaft und Logistik. Während einer größeren Umzugs- und Veränderungsphase übernehme ich zusätzlich organisatorische Aufgaben und interne Mitarbeiterkommunikation. In einem regelmäßigen Newsletter informiere ich Kollegen über Planungsstand, Veränderungen und nächste Schritte. Die Arbeit verschiebt sich damit deutlich von der reinen Technik hin zu Koordination, Kommunikation und dem Blick auf das Gesamtsystem.

2023 – Suche nach anderen Formen von Arbeit
Noch während meiner Beschäftigung beginne ich, mich bewusst auch außerhalb meines bisherigen Ingenieursberufs umzusehen. Praktische Arbeit, Gastronomie, Natur, Reisen und direkter Kontakt mit Menschen werden zunehmend wichtiger als Status oder eine geradlinige berufliche Karriere.

2024 – Ende der Industriezeit
Nach insgesamt rund vierzehn Jahren endet meine Tätigkeit im industriellen Umfeld. Es folgt eine bewusste Auszeit und eine längere Phase des Reisens, Lernens und Ausprobierens.

2024–2026 – Reisen und Lernen
Reisen durch Europa, Südamerika und Asien. Dabei verlagert sich mein Lernen zunehmend aus Seminarräumen und Unternehmen hinaus in unmittelbare Erfahrung: Begegnungen, andere Kulturen, Natur, Körperarbeit, Meditation und unterschiedliche Formen gemeinschaftlichen Lebens und Arbeitens.

2025 – Rishikesh, Indien
200-Stunden-Yogalehrerausbildung. Intensive Beschäftigung mit Yoga, Meditation, Atemarbeit, Anatomie und indischer Philosophie.

2026 – Lumbini, Nepal
Teilnahme an einem zehntägigen Vipassana-Retreat in Schweigen. Die unmittelbare Beobachtung von Körperempfindungen, Gedanken, Widerstand und Vergänglichkeit prägt mein heutiges Verständnis von Bewusstsein wesentlich mit.

2026 – Chiang Mai, Thailand
Ausbildung in traditioneller Thai-Massage am ITM Chiang Mai. Körperarbeit ergänzt damit die vorher überwiegend gedankliche und meditative Beschäftigung mit Wahrnehmung und Bewusstsein.

2026 – zurück in Deutschland
Bewusste Rückkehr auch in einfache und unmittelbar praktische Arbeit: Küche, Gastronomie, Festivalbetrieb, Aufbau, Verkauf und Organisation. Tätigkeiten, bei denen das Ergebnis direkt sichtbar ist und Zusammenarbeit unmittelbar stattfindet.

Heute – konergy
Parallel zu diesen unterschiedlichen Tätigkeiten entwickle ich konergy weiter. Ich schreibe, strukturiere meine Erfahrungen und beschäftige mich mit Wahrnehmung, Denken, Bewusstsein, Beziehung und menschlichen Veränderungsprozessen. Dabei nutze ich weiterhin vieles aus meinem technischen Hintergrund: genaues Beobachten, Modelle bilden, Zusammenhänge erkennen, Fehler suchen, Komplexität reduzieren und verständlich kommunizieren.


Heute sehe ich meinen Lebenslauf weniger als Abfolge verschiedener Berufe. Vieles, was zunächst nicht zusammengehörte, ergänzt sich inzwischen: Technik und Kommunikation, analytisches Denken und unmittelbare Erfahrung, Organisation und Improvisation, Körper und Verstand. Ich weiß nicht, welcher Beruf daraus am Ende entsteht. Aber ich weiß zunehmend genauer, wie ich arbeiten möchte.