Vier Wochen zurück


Seit meiner Rückkehr nach Deutschland sind ungefähr vier Wochen vergangen.

Nach der langen Asienreise war da zuerst der Versuch, wieder anzukommen. Nicht einfach nur körperlich, sondern wirklich. Wieder in der Wohnung sein. Wieder in Deutschland sein. Wieder mit den offenen Themen, der finanziellen Realität, den alten Orten und der Frage: Wie geht es jetzt konkret weiter?

Ich habe schnell gemerkt, dass die Rückkehr nicht automatisch bedeutet, dass alles klar ist. Im Gegenteil. Vieles, was unterwegs offen und möglich wirkt, muss sich hier erst bewähren.

Die letzten Wochen waren deshalb weniger ein fertiger Neustart, sondern eher ein Sortieren in Bewegung.

Ein wichtiger Teil davon war Arbeit. Körperliche Arbeit. Direkte Arbeit. Arbeit mit Menschen.

Ich habe auf zwei Festivals mitgearbeitet, beim Aufbau, Verkauf, Zubereiten, Improvisieren, Abbauen und Organisieren. Das war anstrengend, aber es hat mir gutgetan. Es gab klare Aufgaben, lange Tage, wenig Schlaf und viele direkte Begegnungen. Genau darin lag etwas Erdendes.

Ich merke, dass mir diese Art von Arbeit liegt. Nicht nur am Schreibtisch sitzen, nicht nur denken, planen oder analysieren, sondern anpacken. Etwas vorbereiten. Etwas hinstellen. Menschen versorgen. Im Kontakt sein. Reagieren, wenn etwas nicht funktioniert. Dranbleiben, bis es fertig ist.

Das hat mir gezeigt, dass Gastronomie und einfache, praktische Dienstleistung gerade ein echtes Feld für mich sein könnten. Nicht als endgültige Antwort auf alles, aber als Boden. Als Struktur. Als Möglichkeit, wieder regelmäßiger in Arbeit, Rhythmus und Kontakt zu kommen.

Nach der Reise war klar: Ich brauche Struktur. Aber nicht irgendeine Struktur. Nicht zurück in eine Form, die mich wieder von mir selbst entfernt. Sondern eine Struktur, die mich trägt und gleichzeitig offen genug bleibt für das, was sich durch konergy entwickeln will.

Das ist im Moment der eigentliche Punkt.

Ich suche nicht die perfekte Lösung. Ich suche einen tragfähigen nächsten Schritt.

Eine Teilzeitstelle in der Gastronomie oder in einem ähnlichen praktischen Umfeld könnte genau so ein Schritt sein. Etwas, das Einkommen bringt, mich aus dem Kopf holt und mich in Verbindung mit Menschen bringt. Gleichzeitig bleibt Raum für die anderen Felder: Netzbau, Gespräche, Begleitung, Schreiben, Natur, Körperarbeit und die weitere Entwicklung dieser Webseite.

Auch der Körper meldet sich wieder stärker. Nach den intensiven Wochen merke ich, wie wichtig Schlaf, Bewegung, Wasser, Wald und Ruhe sind. Ich habe wieder angefangen, mehr körperlich zu trainieren, draußen zu sein und mich über den Körper zu sortieren. Nicht alles lässt sich über Denken lösen. Manches braucht Bewegung, Erde, Kälte, Feuer, Wasser und Zeit.

Das Wort „Wurzeln“ passt gerade gut.

Nicht im Sinne von stehen bleiben. Eher im Sinne von: wieder Boden finden. Nicht irgendwo festkleben, sondern aus einer stabileren Mitte heraus weitergehen.

Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass der nächste Abschnitt nicht spektakulär beginnen muss. Vielleicht beginnt er genau damit, wieder regelmäßig etwas zu tun. Geld zu verdienen. Den Körper zu stärken. Kontakte zu pflegen. Die Webseite weiter zu füllen. Und ehrlich zu prüfen, welche Ideen wirklich tragen und welche nur schön klingen.

Denn Ideen gibt es viele.

Die Aufgabe ist jetzt, aus den vielen Möglichkeiten eine lebbare Form zu machen.

konergy bleibt dabei mein Ort für diese Entwicklung. Nicht als fertiges Konzept, sondern als sichtbarer Prozess. Hier sammle ich Gedanken, Erfahrungen, Texte und Richtungen. Hier darf sichtbar werden, was entsteht, während es entsteht.

Nach Asien geht es also nicht einfach zurück.

Es geht weiter.

Nur diesmal weniger als Reise nach außen — und mehr als Aufbau im Alltag.


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