Sobald in meinem Kopf ein Begriff auftaucht, erscheint selten nur dieses eine Wort.
Mit jedem Begriff verbinde ich Erinnerungen, Erfahrungen, Gefühle, Wissen und Bewertungen. Der Verstand ruft all diese Informationen gleichzeitig ab. Aus einem einzigen Gedanken entsteht innerhalb eines Augenblicks ein ganzes Netzwerk weiterer Gedanken.
Dieses Netzwerk nenne ich ein Konzept.
Das Wort selbst ist nur der Auslöser. Das Konzept ist alles, was ich mit diesem Wort verbinde.
Denke ich an eine Kirche, taucht bei mir nicht nur das Gebäude auf. Vielleicht erinnere ich mich an Religion, Kindheit, Spiritualität, Macht, Gemeinschaft oder Kritik. Ein anderer Mensch verbindet mit demselben Begriff etwas völlig anderes. Das Wort bleibt gleich, das Konzept dahinter unterscheidet sich.
So verhält es sich mit jedem Begriff.
Krieg.
Frieden.
Fahrrad.
Familie.
Liebe.
Hinter jedem dieser Worte verbirgt sich ein eigenes Netz aus Gedanken. Der Verstand springt ständig zwischen diesen Netzen hin und her. Ein Begriff aktiviert den nächsten, dieser wiederum einen weiteren. Denken ist deshalb für mich keine lineare Abfolge einzelner Gedanken, sondern eine Kaskade miteinander verbundener Konzepte.
Ich stelle mir dieses innere Wissen wie ein Netz vor. Jeder Begriff bildet einen Knoten, von dem unzählige Verbindungen zu anderen Begriffen ausgehen. Manche sind stark, manche schwach. Manche entstehen durch eigene Erfahrungen, andere habe ich von Eltern, Schule oder Gesellschaft übernommen.
Aus all diesen miteinander verbundenen Konzepten entsteht nach und nach mein Weltbild.
Es bestimmt, wie ich Situationen interpretiere, welche Bedeutung ich Dingen gebe und was ich für wahr halte. Jeder Mensch lebt deshalb in einem etwas anderen gedanklichen Netzwerk. Wir verwenden oft dieselben Worte, meinen damit aber nicht immer dasselbe.
Vielleicht bewegt sich deshalb auch die Stimme im Kopf nicht zufällig durch meine Gedanken. Sie wandert von Konzept zu Konzept. Ein Begriff aktiviert ein ganzes Netzwerk von Assoziationen, aus denen der nächste Gedanke entsteht. Was sich wie ein fortlaufender innerer Monolog anfühlt, ist für mich letztlich eine Reise durch das eigene Gedankennetz.
Es gibt etwas universelles
Dieses etwas ist allgegenwärtig und nicht beschreibbar. Es ist nur durch eigene Erfahrung erfahrbar. Dieses „Nichts“ war schon immer da und wird immer da sein. Es ist die höchste Intelligenz in jeglicher Existenz, auf ihr baut alles andere auf oder leitet sich davon ab. Es ist eine Sammlung aller Möglichkeiten; „das Meer aller Möglichkeiten“. Es wird genannt: Jenseits, Tao, Interwelt, Geist, Spirits, Akkasha-Chronik, Nichts, …
Das Universum erlaubt prinzipiell alles, es gibt keine Einschränkungen.
Goldene Regel
Was ist dir tue, wird mir zugefügt. Also denke ich in Frieden und Liebe, handle liebend und friedvoll. Auch ohne direkte Handlung: Gedanken sind entscheidend. Mit welcher Intention handle ich, das ist bereits ausschlaggebend.
Alles ist vorübergehend
Die Natur der Dinge lautet, dass alles vergänglich ist. Was kommt, geht. Alles ist endlich, vorübergehend und verschwindet auch wieder. Das ist eine der zentralen Lehren Buddhas. (Stichwort: anicca)
Energie
Materie basiert auf Energie bzw. energetischen Zuständen. Die physische Welt ist eine Folge der energetischen Welt. Energie fließt kontinuierlich und steht nie still, alles ist in Bewegung, alles ist vorübergehend.
Energie folgt der Aufmerksamkeit.
Neutralität
Dinge sind neutral. Durch Bewertung und Beurteilung erhalten sie eine Färbung. Die individuelle Sicht formt individuelle Realität.
Der Beobachter in mir
Etwas in mir beobachtet. Es kann die fünf Sinne beobachten: Riechen, Schmecken, Hören, Sehen & Fühlen + das Denken kann ebenfalls beobachtet werden, als sechster Sinn?
Der Beobachter stellt keine Fragen, er beobachtet wertfrei.
Der Denker in mir
Etwas in mir „redet“: die Stimme im Kopf; ‚mein‘ „Ich“. Der Denker, das Ego, der Verstand. Der Verstand kann bewusst und unbewusst sein. Der (unbewusste) Verstand will verstehen und analysieren. Der (unbewusste) Verstand ist der Überzeugung, zu wissen. Jedes „Ich weiß …“ stelle ich in Frage.
Fragen und Bewertungen haben vermutlich meistens den Ursprung im (unbewussten) Verstand.
Der bewusste Verstand hat sich selbst erkannt und ist in der Lage sich selbst zuzuhören.
Leben besteht aus Entscheidungen
Ich kann Entscheidungen treffen bezüglich meiner Handlungen und Taten. Bewusst und/oder unbewusst. Jede Entscheidung basiert auf einer Intention. Diese Intention wird Liebe oder Angst als Grundmotivation getragen. Ich stelle in Frage, meine Gedanken aussuchen zu können. Die Bewertung der Gedanken steht mir jedoch vollumfänglich zu.
Hier wird es philosophisch: Es gibt Untersuchungen, dass bereits Aktivität im Körper stattfindet noch bevor eine sichtbare Bewegung gemessen werden kann. Stichwort: Bereitschaftspotential.
Perspektiven
Jede Perspektive ist erlaubt und zulässig. Jede Sicht legitim. Jeder hat mit seinen Aussagen somit recht. Mir steht nicht zu, dem anderen seine Wahrheit abzureden. Ich bin nicht besser oder schlechter als mein Gegenüber. Jeder handelt aus seiner Erfahrung heraus, wie er seine Welt sieht und gestalten möchte. Hier sind unbewusste Glaubenssätze und Verhaltensmuster entscheidend.
Meinung, Glaube & Wissen
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Glaube ist Vertretung relativen Wissens. Meine Perspektive basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und Gedanken. Diese Gedanken sind gemischt mit kopiertem „Wissen“ von Außen, welches ich annehme da es sich in mein Weltbild integriert. Stichwort: Cherry-picking!
Widerstand aka Leid
Leid entsteht durch Widerstand gegen erlebte Zustände/Situationen, nicht gefühlte Energie, Emotion. Unterdrücktes Leid sammelt sich an und wird im Körper gespeichert, wie in einer Art Batterie, Aura?
Diese Energie kann durch bewusstes Fühlen, Wahrnehmen und Beobachten des Körpers entladen werden, Stichwort: Heilung;
Das Universum macht keine Fehler
Jede Situation „ist richtig“ und kann zum Wachstum dienen. Ich akzeptiere in Liebe und vollständiger Annahme, ohne Widerstand – im Wissen, dass ich Situationen so erfahren darf/soll/„muss“.
Ein -unbewusster- Teil in mir erzeugt diese Realität durch Muster.
Leben findet nur im Jetzt statt
Es gibt kein Morgen und kein Gestern. Dies sind gedankliche Zustände im Kopf. Speziell Gefühle existieren nur im gegenwärtigen Moment.
Spiegelung
Die erfahrene Welt im Außen ist ein Spiegel meiner inneren Welt. Meine bewussten und unbewussten Gedanken erzeugen diese Realität.
Handle ich aus Liebe, erfahre ich Liebe.
Kein Zufall
Resonanz und Dissonanz sorgen für Anziehung und „zufällige“ Begegnungen.
Akzeptanz vs. Ändern
Ich kann keinen Menschen ändern, nie. Ich kann ihn akzeptieren wie er ist, ihn lieben und ihn „sehen“.
Umgekehrt: die Nicht-Annahme des Anderen spiegelt einen nicht-angenommen eigenen inneren Anteil.
Wollen
Wollen kann zwei Intentionen bzw. Ausgangspunkte haben: Fülle oder Mangel.
Wollen aus Fülle: Ich bin bereits komplett und etwas wünsche ich mir „on top“. Es ist okay, wenn es nicht erfüllt wird.
Wollen aus Mangel: Ohne das gewünschte bin ich nicht komplett, es fehlt etwas, ich will es unbedingt.
Da das Universum sehr genau zuhört, antwortet es in Resonanz mit der Intention: Fülle oder Mangel.
Links/Rechts
Mein Körper besitzt ein Geschlecht, meine Seele beide. Ich trage beide Qualitäten in mir, links sind weibliche und rechts männliche Aspekte in meinem Körper gespeichert. Stichwort: Yin & Yang
Träume
Träume sind für mich Wegweiser und Hinweisgeber für unbewusste Gedanken, Muster und Glaubenssätze. Träume erfahre ich entweder „wach“, lucid oder im Zuschauermodus. Botschaften sind zumeist verschlüsselt und nicht klar verständlich.
Lösung im Gegensatz
Der Denker meint zu wissen, dass die Lösung in einer Richtung liegt, die er kennt. die Vorhersagefunktion des Verstands sozusagen.
Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es oft in der entgegengesetzten Richtung zur Lösung kommt.
Bewusstsein im Augenblick
Jeglicher Moment ist in sich eine geschlossene Harmonie, die der Beobachter wahrnehmen kann. Geräusch, Gedanke und Gefühl verschmelzen zu einer Komposition, die in sich stimmig und komplett ist.
Hinweis bzw. Frage: Was kann alles gleichzeitig beobachtet werden und: von wem? Mehrere „Signale“ liegen gleichzeitig an, wie vielen kann gleichzeitig Aufmerksamkeit gegeben werden? Stichwort: PWM und Gewichtung.
Afformationen
Im Gegensatz zu Affirmationen handelt es sich hierbei um Fragen. „Warum …?“ und „Wie …?“. Diese Fragen bestätigen meist direkt oder indirekt Glaubenssätze meiner Realität. Negativ behaftete Warum-Fragen können dazu führen, dass die erfahrene Realität bestätigt wird und somit einer Veränderung im Außen Steine in den Weg gelegt werden.
Beispiel: „Warum fallen mir immer wieder die Schlüssel runter wenn ich ein Schloss aufschließen will?“ ich gehe davon aus, dass das nervt 🙂
Negativ erfahrene Situation wird bestätigt. Besser: „Warum treffe ich immer … ?“
Eine Affirmation könnte lauten:
Ich bin schlank. Die Person, die sich das zusagt ist stark übergewichtig und ihr Verstand filtert diese Aussage über sich womöglich mit der Entlarvung als selbst-Lüge.
Die passende Afformation könnte lauten:
Warum bin ich so schlank? Wie habe ich es geschafft, so schlank zu werden?
Gedanklich wird bereits in die Zukunft gedacht und eine Situation bestätigt, die gewünscht wird.