Gedanken


Gedanken sind Inhalte, die in meinem Bewusstsein erscheinen.

Sie können Worte sein, Bilder, Erinnerungen, Vorstellungen oder innere Dialoge. Manche kommen nur für einen Augenblick, andere begleiten mich über Jahre.

Woher sie genau kommen, weiß ich nicht.

Sie entstehen scheinbar von selbst. Aus Erinnerungen, Erfahrungen, Wahrnehmungen und erlernten Mustern bilden sich immer neue Gedanken. Der Verstand verbindet sie miteinander und macht daraus Geschichten über mich und die Welt.

Ich stelle mir den Verstand manchmal wie ein Radio vor.

Es sendet ununterbrochen. Gedanken kommen und gehen, auch wenn ich ihnen gar nicht bewusst zuhöre. Mal spielt das Radio Nachrichten, mal alte Erinnerungen, mal Sorgen über die Zukunft oder Kommentare zur Gegenwart.

Diese Stimme im Kopf ist für mich nichts anderes als Gedanken in sprachlicher Form. Sie bewertet, erklärt, vergleicht und kommentiert. Oft wirkt sie so überzeugend, dass ich glaube, sie hätte recht. Tatsächlich erzählt sie lediglich ihre Sicht auf das Erlebte.

Erst als ich begann, diese Stimme zu beobachten, wurde mir klar, dass ich nicht ihre Worte bin.

Gedanken erscheinen.

Der Beobachter bemerkt sie.

Der Verstand erzeugt sie.

Und das Bewusstsein umfasst alles.


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